Folgendes will ich niemandem vorenthalten:
Ich glaube, dass der Erfolg der Blogsphäre nicht zu letzt im herrschaftfreien Raum seiner Organisation liegt. Die Freiheit eines Blogger innerhalb seines Blogs ist absolut und endet ebenso absolut an den Grenzen seines Blogs. Die Blogsphäre ist praktisch eine Implementierung des Aphorismus von Rosa Luxeburgs „Freiheit ist immer die Freiheit Andersdenkender„. (…) Es gibt im Netz keinen universellen Mechanismus, der Hierarchien und Zugriffbeschränkungen abbildet. Die [sic] herrschaftsfreie Blogsphäre ist es egal, was sich die Social Networks ausdenken mögen, sie bleibt herrschaftsfrei. Und ich vermute natürlich auf der Stelle und mit Freude, dass es da einen engen Zusammenhang zwischen Unautorität und Unkapitalismus gibt.
Gefunden bei anmut und demut.
Zugegeben: Es klingt schon toll. Aber auch sehr idealistisch. Wer jemals in der Kommentarspalte seines Lieblingsblogs von vermeintlich besser informierten mit Killerphrasen zum Schweigen gebracht wurde, weiß wovon ich schreibe und wie schnell die Freiheit Andersdenkender in Ketten gelegt wird. Und ganz nebenbei: Der Zugang zur herrschaftsfreien Wunderwelt ist leider alles andere als unkapitalistisch geregelt.
1 Antwort bis hierher ↓
ben_ // 16 April, 2008 um 9:40 |
Danke für’s bemerken. Was Deine Kritik angeht: schon richtig. Auf das, was in anderen Blogs passiert hast Du keinen Einfluß und diesen Nichteinfluß bekommt man mitunter in der Tat schmerzhaft zu spüren. Und dass es schmerzhaft ist, ist ja ein deutlicher Hinweis, dass da auch deine Freiheit verletzt wurde.
Insofern bleibt mir nicht viel anderes überig, als meine These zunächst einmal auf die technische Ebene runterzuschrauben: Jeder hat in seinem Blog alle technischen Möglichkeiten und im Blog des jeweils anderen keine. Ich glaube aber, dass das zumindest schonmal ein guter Anfang ist.